Präses Buß: Klimaverträgliche Wirtschaftspolitik ist möglich

Bielefeld/Westfalen. Die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) lehnt die Verlängerung der Restlaufzeiten von Atomkraftwerken ab und fordert außerdem, den Bau von Kohlekraftwerken auszusetzen. Das hat Präses Alfred Buß am Dienstag (10.11.) vor der Synode unterstrichen. Das „Kirchenparlament“ tagt von 10. bis 13. November in Bielefeld.

Die biblisch gebotene Verantwortung des Menschen für Gottes Schöpfungist für den leitenden Theologen die Grundlage des Engagements der Kirche für eine zukunftsfähige Klima- und Energiepolitik. Nach Überzeugung von Buß wäre eine nachhaltige, klimaverträgliche Ausrichtung von Wirtschaft und Beschäftigung mit entsprechenden Konjunktur- und Innovationsprogrammen möglich. „Wirtschaftliche Förderung muss in einem ordnungsrechtlichen Rahmen geschehen, der eine sozial gerechte, ressourcen- und klimaschonende wirtschaftliche Entwicklung dauerhaft ermöglicht“, forderte der Präses. Eine Wirtschaftspolitik, die sich auf erneuerbare Energien und Energiesparen in allen Bereichen konzentriert (Green New Deal), würde Hunderttausende neuer, zukunftsfähiger Arbeitsplätze ermöglichen. Die UN-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen werde eine der letzten Möglichkeiten sein, wirkungsvollen Klimaschutz völkerrechtlich festzulegen. „Die Forderungen nach außen drängen uns gleichzeitig dazu, als Kirche unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, erklärte der Präses und erinnerte an das umfassende Umweltmanagement „Grüner Hahn“, das Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen hilft, systematisch Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Mit dem Projekt „Zukunft einkaufen“ nutzen Kirche und Diakonie ihre Marktmacht, um ökologisch verträgliche und fair gehandelte Produkte zu unterstützen.

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Zukunft einkaufen

Offizielles UNESCO-Projekt der Weltdekade 2009/2010