Der Grüne Hahn bei den Waldensern


Klaus Breyer; Roberto Ricca, Jessica Allasino, Pastor Jens Hansen (alle Waldenser-Kirche) Foto: Christa Martens

SCHWERTE Klimaschutz ist das globale Thema des neuen Jahrtausends - es lässt sich nicht national denken und lösen. Diese Überzeugung setzt sich auch in den christlichen Kirchen Europas immer mehr durch und gute Beispiele für einen Ressourcen schonenden Umgang mit den eigenen Gebäuden haben Hochkonjunktur.

Auch für Jessica Allasino und Roberto Ricca aus den Liegenschaftsverwaltungen der Waldenserkirche und ihrer Diakonie war das Interesse beim Besuch in Westfalen in erster Linie auf Erfahrungen mit Energie sparenden Maßnahmen in kirchlichen Gebäuden gerichtet. Der deutsche Pfarrer Jens Hansen, Gemeindepastor der Waldenser in Catanzaro (Kalabrien), komplettierte die italienische Delegation und war als Dolmetscher unverzichtbar. Die Gäste erhielten umfassende Informationen zum kirchlichen Umweltmanagementsystem „Der Grüne Hahn“ - dazu gehörten einführende Präsentationen, ein Gespräch mit dem Institutsleiter Klaus Breyer und ein Besuch in einer Kirchengemeinde, die seit Jahren erfolgreich mit dem System arbeitet. Die Teilnahme an Zertifizierungen erfolgreicher Einführungsprozesse in beteiligten Kirchengemeinden rundeten den Besuch ab.


Die drei italienischen Gäste beim Zertifizierungsaudit "Der Grüne Hahn/ EMAS III" in der Kirchengemeinde Rhede
von links: Pfr. Michael Bruch (KG Rhede), Roberto Ricca, Jessica Allasino, Pastor Jens Hansen (alle Waldenser-Kirche), Hans-Jürgen Hörner (Projekt „Der Grüne Hahn“), Henning von Knobelsdorff (Umweltgutachter) Foto: Wieland Gehrke

Nach den programmatisch sehr „dichten“ drei Besuchstagen zogen die Gäste ein erstes Fazit: Sie seien sehr überrascht von der hohen Komplexität des „Grünen Hahns“. Wo sie im Wesentlichen technische Maßnahmen zum Umweltschutz erwartet hätten, seien sie mit einem auf kirchliche Bedingungen angepasstes Umweltmanagementsystem konfrontiert worden, das weit über technische Umstellungen hinausgeht und ökonomische wie ökumenische Perspektiven der Gemeindearbeit umfasse. „Ein hervorragendes Projekt: »Il gallo verde«! Dieses Umweltmanagementsystem werden wir für unsere 150 Immobilien vorantreiben,“ so Roberto Ricca. Diese Einschätzung sei eine gute Grundlage für eine deutsch-italienische Zusammenarbeit der beiden Kirchen zum Klimaschutz, resümieren die Projektverantwortlichen in Villigst.

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